Diese Blätter können deine Zucht zum Erfolg führen!

Seemandelbaumblätter

Dir sterben regelmäßig Nauplien ab oder es überleben zu wenige? Das Problem liegt sehr oft in der stabilen Wasserqualität in einem kleinen Aufzuchtbecken. Doch es gibt eine erfolgsversprechende Lösung. Viele Urzeitkrebszüchter wissen bereits vom Erfogsgeheimnis dieser Blätter und schätzen diese besonders bei der Aufzucht. Warum auch du Seemandelbaumblätter in deiner Zucht verwenden solltest das werde ich dir in diesem Beitrag erklären.

In der Aquaristik wird seit vielen Jahren die Wirkung von Seemandelbaumblättern oder auch Erlenzapfen Wert geschätzt und ist in vielen Aquarien zu finden. In der Urzeitkrebszucht sind sie bisher nur selten vertreten, da ihre Vorteile nur selten bekannt sind.

Ich persönlich verwende Seemandelbaumblätter (vom Katappenbaum) seit mehr als eineinhalb Jahren in all meinen Urzeitkrebsbecken. Aus einem ganz bestimmten Grund. Diese Besonderen Heilblätter haben eine leicht desinfizierende und fungizide (gegen Pilze und Sporen) Wirkung. Die Blätter halten demzufolge leicht Krankheitserreger zurück und verbessern die Qualität des Wassers. Dies ist besonders für Einsteiger in die Zucht oft kompliziert, da es immer wieder viele Fragen über die Futtermenge in den ersten Tagen gibt. Dieses Problem wird dann von den Blättern leicht gemildert. In erster Hinsicht durch das verhindern Futter zu schnell zum faulen zu bringen und in anderer Hinsicht als Futter selbst. Meine jungen Triops lieben es an den Blättern zu knabbern und sind daher eine sehr gute Futterzugabe. Wie diese Blätter nun genau eine positive Wirkung auf das Aquarium haben erkläre ich dir jetzt.

Seemandelbaumblätter können eine heilende Wirkung auf unser Becken haben, weil sie in ihren Zellwänden Gerbstoffe eingelagert haben. Diese Gerbstoffe sind hier von Gallussäure abgeleitete Phenolcarbonsäureester. Dieser Ester ist auch in anderen Produkten wie z.B. Erlenzapfen, Seemandelbaumrinde oder Eichenblättern enthalten. Jedoch ist hier die Dosierung der Gerbstoffe geringer weshalb ich die aus dem westlichen Pazifikgebiet oder Westafrika (stärkere Regengebiete zwischen Senegal und Westkamerun) stammenden Seemandelbaumblätter bevorzuge.

Diese Gerbstoffe lösen sich sobald sie in Kontakt mit Flüssigkeit kommen aus den Zellwänden und entfalten somit ihre desinfizierende und fungizide Wirkung. Das Wasser bekommt dadurch nach ca. 24 Stunden seine, durch Gerbstoffe typische, Gelbbräunlich- Bernsteinfarbende Färbung. Diese stellt jedoch keine Probleme für die Bewohner da. Viele empfinden das Bernsteinfarbende Wasser sogar sehr ansprechend.

Zunächst schwimmen die Seemandelbaumblätter auf der Wasseroberfläche. Nach ein bis zwei Tagen saugen sie sich jedoch mit Wasser voll und Sinken auf den Grund. Die Blätter behalten dann für ca. zwei bis drei Wochen ihre heilende Wirkung. Danach sind die Gerbstoffe aus den Zellwänden gelöst. Die Blätter werden entweder von Schnecken oder den Urzeitkrebsen zersetzt oder ihr fischt sie aus dem Wasser.

Seemandelbaumblätter in natürlichen Wachstumsgebieten