Warum häuten sich Triops?

Ist dein Triops verstorben? Liegt da etwa ein Geistertriops auf dem Bodengrund? Was ist passiert? Keine Sorge. Triopshäute können einem einen ordentlichen Schrecken einjagen. Doch warum liegen einfach so Häute im Aquarium? Triops können nicht, wie wir Menschen, ihre Haut beim Wachstum ausdehnen. Sie müssen ihre alte Haut abwerfen und die darunter liegende Schicht wieder aushärten lassen. Dieser Vorgang begleitet Triops ein Leben lang. Die erste Häutung ist bereits 6 bis 15 Stunden nach dem Schlupf. Mit jeder Häutung verwandeln sie sich von einer Nauplie hin zu einem erwachsenen Triops.

Der Grund für diese aufwendige Art das Wachstum ist der Panzer der Triops. Dieser dient nicht nur als Schutz, sondern ist auch verantwortlich dafür, dass sich Triops überhaupt bewegen können. Triops haben nämlich kein inneres Skelett wie wir Menschen. Der entscheidende Nachteil: Der Panzer kann nicht einfach so mitwachsen. Hierfür ist eine Häutung des gesamten Triops nötig. Wenn du wissen möchtest, wie so eine Häutung zustande kommt und welche Probleme es geben kann, solltest du diesen Beitrag lesen!

Die Häutung begleitet Triops das ganze Leben lang. Oft werde ich auch gefragt wie oft sich Triops denn häuten würden. Dies hängt mit dem Alter und der Ernährung deiner Triops zusammen. In der Triopsaufzucht Häuten sich Triops noch deutlich öfter als im späteren erwachsenen Zustand. Die ersten drei Lebenstage können unter anderem mit bis zu 4 Häutungen verbunden sein. Mit zunehmendem Alter und langsamerem Wachstum verändern sich jedoch die Intervalle. Triopsnauplien müssen sich durch ihr schnelles Wachstum noch sehr oft Häuten. Nach den ersten 8–14 Tagen kommt nur noch alle paar Tage zu einer Häutung.

Eine Häutung ist mit enormer Kraftaufwand verbunden. In der Regel geht dieser Vorgang aber recht schnell und ohne Probleme vonstatten. Teilweise sehen deine Triops nach diesem Vorgang „Müde“ aus oder liegen für kurze scheinbar erschöpft am Boden. Nach wenigen Minuten ist dies allerdings wieder vorbei. Um sich zu Häuten ziehen Triops ihre Blattbeine ein und falten ihren Kopfabschnitt und ihr Hinterleib zusammen. Damit erreichen sie einen Bruch der Haut am Kopfende. Dann winden sie sich mit Rollen oder auch mit dem besagten „Zusammenklappen“ aus der alten Haut heraus. Die neue, darunter liegende Haut ist anfangs noch sehr weich, härtet aber nach wenigen Stunden aus.

Probleme mit der Häutung

Die Häutung ist sehr kraftaufwendig für deine Triops. Unter anderem kann es hierbei auch zu Problemen kommen. Teilweise gibt es Fehlhäutungen und dein Triops verliert eine oder beide seiner Schwanzgabel. In seltenen Fällen fehlen auch Teile des Carapax (Panzer). Leider geht eine Häutung aber nicht immer so harmlos vonstatten. Es kann nämlich sein, dass der Triops durch verschiedene Gründe nicht aus seiner Haut kommt und daran leider verstirbt. Wenn du wissen möchtest, wie du dies verhindern kannst, schaue in meinen Beitrag „Häutungsprobleme bei Triops. Wie kann ich es verhindern?